Montag, 25. Mai 2015

Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

Puuuh... Erst einmal tief Luft holen und etwas verschnaufen! Im letzten Monat gab es sehr viel zu tun, was der Grund ist, dass ich mich erst jetzt wieder melde. Einige treue Leser(innen) haben sich bereits persönlich bei mir gemeldet, um zu schauen, ob es mir gut geht und warum es keine Blog Einträge in der letzten Zeit gab. Zunächst einmal möchte ich mich dafür aufrichtig entschuldigen. Ich werde versuchen, vor allem jetzt, wieder regelmäßig Einträge für Euch zu verfassen.
Warum vor allem jetzt? Naja, so traurig es mich auch stimmt, ich bin leider nur noch für 75. Tage in dem wunderschönen Südafrika... Aber über meine Abreise möchte ich jetzt noch gar nicht denken!
Der heutige Eintrag handelt von einem Adrenalin geladenen Erlebnis.
Vom 09.05.-15.05.2015 war ich im Urlaub auf der Garden Route. Die Garden Route, auf afrikaans auch „Tuinroete“ genannt, ist eine Region an der Südküste Südafrikas. Sie erstreckt sich von Mosselbay in der Provinz Westkap bis nach Port Elizabeth im Ostkap.
Ich bin die gesamte Strecke, bis nach Port Elizabeth, mit dem Auto gefahren. Es waren um die 1800Km, die ich zurückgelegt habe.
Für den ersten Tag war etwas nerven aufreibendes geplant.... Shark Cage Diving in Hermanus stand auf dem Programm!
Am Morgen wurden wir um sieben Uhr am Hafen von Kleinbaai erwartet. Dort wurden wir informiert, auf was wir uns so alles einlassen, auch wenn der Meeresbiologe versuchte uns die Angst zu nehmen, so war mir doch etwas mulmig.
Doch großartig Zeit, um über das Bevorstehende nachzudenken gab es nicht. Wir fuhren mit dem Boot raus auf das offene Meer, ca. fünf Kilometer von der Küste entfernt. Als wir an dem vorgesehenen Punkt ankamen ging alles ganz schnell. Ruck-zuck wurden die Köder ausgeworfen, um den Geruch etwas zu intensivieren wurde auch noch Fischblut mit dem Wasser vermengt. Es hat keine zwanzig Minuten gedauert, bis der erste Hai unser Boot umkreiste. Sobald er gesichtet wurde, wurden uns auch schon die Neoprenanzüge in die Hände gedrückt und schwups saß ich in dem Käfig drin. Nebenbei gesagt kamen mir die Gitterstäbe ziemlich dünn vor, wenn man bedenkt, dass der größte Hai an diesem Tag ein weißer Hai war, der stolze dreieinhalb Meter maß. Es war ein wirklich eigenartiges Gefühl in dem Käfig zu stehen und auf das Kommando des Mitarbeiters zu warten, welches uns mitteilen würde, dass der Hai zum berühren nah ist und wir unter tauchen sollten, wenn wir ihn sehen wollten. Als es soweit war tauchte ich ganz mutig unter und da kam er auf mich zu geschwommen, mit seinem weit aufgerissenem Maul. Ich konnte mich beim besten Willen nicht beherrschen und so entglitt mir ein lauter, leicht hysterischer Schrei, wohlgemerkt von Unterwasser. Das fand die Crew ziemlich witzig... Und um ehrlich zu sein war es das auch wohl.
Nach vier Stunden auf dem Wasser fuhren wir dann wieder zurück in den Hafen. Ich kann euch sagen, das war wirklich ein einmaliges Erlebnis. Zum einen, weil man die Chance wohl an einer Hand abzählen kann, dass man Hai tauchen geht und zum anderen, dass es wirklich das erste und letzte Mal gewesen sein wird, dass ich mit Haien tauchen gehen werde.

Ich habe hier ein paar Fotos für euch, damit ihr euch ein Bild machen könnt:


Das war das Boot mit dem wir auf hoher See auf die Haie warteten.

Der Blick vom Hafen Kleinbaai´s aus auf das weite Meer.

Der erste Hai, vergleichsweise klein, wenn man bedenkt, das der größte Hai 3 1/2m maß!

Der Käfig wurde ins Wasser gelassen.

Ein weißer Hai, der sich den Köder als Mahlzeit vorgenommen hat.

"Der will doch nur spielen". Einer der Haie entschied sich dazu den Käfig etwas zu strapazieren.

Ich hoffe ihr könnt euch etwas besser vorstellen, mit was ich an dem Tag so tun hatte.
Nun wünsche ich euch einen schönen Nachmittag!

Liebe Grüße aus Lavender Hill und bis bald,

Eure Jacqueline

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